Verba muta

Grundlagen
Fut. Akt./Med.
Aorist Aktiv
Perf. M.-P.


Was versteht man unter „Muta“?


Zu den Verba muta gehören alle Verben, deren Wortstock auf einen Konsonanten auslautet, der zur Gruppe der sogenannten muta gehört. Diese Konsonanten werden an drei unterschiedlichen Stellen im Mundraum erzeugt:

  • Labial (mit den Lippen): p, b, f (genannt P-Stock), griech: π, β, φ
  • Dental (an den Zähnen): t, d, th (genannt T-Stock), griech: τ, δ, θ
  • Guttural (am Gaumen): k, g, ch (genannt K-Stock), griech: κ, γ, χ

Diese Muta lassen sich wieder jeweils einteilen in die

  • harten: κ, π, τ
  • weichen: γ, β, δ
  • behauchten: χ, φ, θ

Dazu gibt es Sonderlaute zu jedem Stock. Somit gibt es vier Muta-Auslaute pro Stock. Hier als Tabelle:

* Allerdings sind nicht alle Verba, die auf ττ enden, K-Stöcke.
Nicht dazu gehören z. B. πλάττω, ἁρμόττω, ἐρέττω, die richtige T-Stöcke sind.


Beispiele

διώκω = ich (ver)folge βλέπω = ich blicke ἀνύτω = ich vollende
συλλέγω = ich sammle διατρίβω = ich halte mich auf σπεύδω = ich bemühe mich
ὑπάρχω = ich bin vorhanden γράφω = ich schreibe πείθω = ich überrede
τάττω = ich stelle auf κρύπτω = ich verberge γυμνάζω = ich übe


Tempora


Grundsätzlich gelten dieselben Tempuszeichen, wie bei den Verba vocalia. Zu den Besonderheiten siehe die folgenden Seiten.

Stammformen von Musterverben

Tempus κρύπτω
verbergen
τάττω
aufstellen
πείθω
überreden
γυμνάζω
üben